Ziehungen und Gewinne im Wandel der Zeit

Die Ziehung von Gewinnzahlen sorgt in Deutschland bereits seit 400 Jahren für spannende Momente. Damals wie heute hoffen die Menschen mit dem Kauf eines Lotterieloses auf hohe Gewinne. Während die Spielteilnehmer der ersten "Lotterey" jedoch monatelang auf die Verkündung ihrer Gewinne warten mussten, können NKL-Spieler heutzutage ihre Losnummern nach jeder Ziehung sofort im Internet mit den aktuellen Gewinnzahlen abgleichen. Nicht nur das Ziehungsverfahren ist in den letzten Jahrhunderten weiterentwickelt worden, auch die Gewinne gehen mit der Zeit: Neben Geldgewinnen von bis zu 32 Millionen € werden heute bei der NKL in jeder Lotterie traumhafte Sachgewinne wie Reisen, hochwertige Autos oder sogar eine Insel verlost.

Öffentliche Ziehung im Jahr 1696

Die Ziehung der Gewinnzahlen der Lotterie war schon zu früheren Zeiten ein besonderes Ereignis. Sie fand an öffentlichen Plätzen statt und wurde oft von Schaulustigen verfolgt. 1612 wurde in Hamburg die erste staatliche Lotterie Deutschlands verkündet, zugunsten eines Heimes für Obdachlose. Die Gewinner wurden aus zwei Körben gezogen. Einer dieser Körbe war gefüllt mit Papierröllchen, auf denen jeweils der Name eines Spielteilnehmers geschrieben stand, der zweite Korb enthielt ebenfalls Papierröllchen, auf denen entweder "Gewinn" oder "Niete" verzeichnet war. Als sogenannte Glücksboten fungierten damals Waisenkinder. Sie galten als besonders rein und unschuldig. Die Kinder zogen gleichzeitig ein Papierröllchen mit einem Namen und ein weiteres Röllchen, das dann über Gewinn oder Niete entschied. Die erste Ziehung dauerte aufgrund des zeitintensiven Prozesses 57 Tage und 56 Nächte.